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Nummer 13

Juni 2017

Bangkok

BANGKOK

Die neue Luxusstadt

Reise ins Auge des Sturms

Abenteuer

Akaba: Eine Welt unter Wasser

Strände

Stimmt es, dass New York niemals schläft?

JUNGE LEUTE

Inhalt

Magazine

INHALT

INHALT

Nummer 13

Bangkok

Die neue Luxusstadt

„Exklusivität“ – das wünschen Reisende, für die Geld keine Rolle spielt. In der thailändischen Hauptstadt heißt Luxus Massagen in Kapseln oder Essen mit den Händen im Restaurant des besten Kochs Asiens.

Gaggan Anand und Garima Arora

„Ich habe Bangkok nicht gewählt, das war Schicksal.“

Die kulinarische Szenerie Bangkoks verändert sich. Wir interviewen zwei ihrer Protagonisten: Gaggan Anand, Küchenchef des besten Restaurants Asiens, und seine Schülerin Garima Arora, die sich selbstständig gemacht hat.

Abenteuer

Reise ins Auge des Sturms

Angelockt von den Tornados reisen die Sturmjäger jedes Jahr durch das Zentrum der USA. Wer sich diesem Abenteuer anschließt, kommt den Windhosen so nah, als wollte er in Oz enden.

Große Reisen

Der Garten Südafrikas

„Was uns Rose heißt, wie es auch hieße, würde lieblich duften“, schrieb Shakespeare. Was man in Südafrika einen Garten nennt, riecht nach Wald und wird von Walen bewohnt.

GASTRONOMIE

Herkunftsbezeichnung: Italien

Balsamessig, Parmesankäse, genuesisches Pesto, neapolitanische Pizza ... Italienische Produkte sind weltweit mit Namen und Nachnamen bekannt. Wir erkunden das Land mit unserem Geschmackssinn anhand kulinarischer Traditionen.

STRÄNDE

Akaba: Eine Welt unter Wasser

Jordanien verfügt nur über einen kleinen Küstenstreifen, aber über einen enormen Meeresschatz. Seine einzige Küstenstadt, Akaba, liegt am Roten Meer und ist für die vielen Korallen und farbenprächtigen Meereslebewesen bekannt.

JUNGE LEUTE

Stimmt es, dass New York niemals schläft?

Die Hyperaktivität der „Stadt, die niemals schläft“ ist ansteckend. Bei so vielen Möglichkeiten, die Nächte durchzumachen – wer will da schlafen?

Top 6A

Sechs Höllen auf Erden

Wer mutig genug ist, sich in diese geografischen Unfälle zu begeben, wird glauben, in der Unterwelt zu sein. Vorsicht, heiß!

Travelbeats

Hier erwarten Sie die trendigsten Hotels und Restaurants, die kultigsten Galerien, Neueröffnungen und die angesagtesten Orte des Planeten.

Mitarbeiter

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Jorge Martín

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Vertrieb

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Entwicklungsleiter

Sergio Cieza, Natalia García, Miguel Ángel Cárdenas

Programmierer

Reiseziele - Bangkok

Magazine

DESTINATION

Bangkok

Die neue Luxusstadt

TEXT:

Dúnya Yildiz

VIDEO:

Bakery Group

„Exklusivität“ – das wünschen Reisende, für die Geld keine Rolle spielt. In der thailändischen Hauptstadt heißt Luxus Massagen in Kapseln oder Essen mit den Händen im Restaurant des besten Kochs Asiens.\n

Wer auf Reisen „echte Entdeckungen“ machen möchte, braucht „neue Augen, nicht neue Wege.“ So Marcel Proust. Und genau das braucht man, wenn man Thailand aus neuer Sicht erkunden möchte, abseits von Klischees und vorgefassten Meinungen. Wir möchten Sie dazu animieren, das Land mit offenem Geist zu bereisen.\n

Bangkok ist die Hauptstadt des Street Food und kaum einer kann dem widerstehen.

Thailand ist das Land der Rucksackreisenden, und die 400 Meter lange Khao San Road ist ihr Paradies (oder Ghetto). Aber wir wollten uns von diesem Reiseprofil entfernen und das Top-Bangkok erkunden. Und zwar im wörtlichen Sinn. Das Bangkok der 300-Quadratmeter-Suiten mit Blick auf die Skyline der Stadt der Engel und das Bangkok der Designer-Cocktails in Bars auf schwindelerregender Höhe. Daher haben wir uns entschieden, die Stadt anhand eines Aspektes zu besichtigen, der sehr eng mit Luxus verbunden ist – anhand der Gastronomie. Exzellente Rohmaterialien, Gewürze, viele Gewürze, angerichtet wie Gemälde... Bangkok ist die Hauptstadt des Street Food und kaum einer kann dem widerstehen. Seine Farben machen Appetit und beleben die Straßen zu jeder Tageszeit. Exklusivität dagegen lädt nicht zu Improvisation ein, sondern dazu, sich entspannt an einen Tisch mit Blick auf den Fluss zu setzen, mit viel Besteck und mit Begleitmusik.\n

In Wat Pho befindet sich eine der besten Massageschulen Thailands.

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Bei der Ankunft in der thailändischen Kapitale fällt es schwer, sich an die Hitze zu gewöhnen, an das klebrig feuchte Klima; vielleicht sind gerade deswegen – weil man sich ständig fühlt, als wäre man in einer Sauna – ihre Wellnesscenter ihre Stärke. Wellnesstempel, die mit ihrer Originalität überzeugen, wie das Bangkok Float Center, in dem man in Tanks mit Epsom-Salzwasser schweben und meditieren kann. Eine besondere Massage, die vom thailändischen Nationalsport, dem Muay Thai, inspiriert ist, wird im Mandarin Oriental angeboten, einem der besten Hotels der Welt. Die Massage in dem Hotel am Ufer des Chao Phraya in einer der exklusivsten Hotelzonen der Stadt beinhaltet die für diese Sportart typischen Tritte und Stöße. Und wer den Sinn für Raum und Zeit komplett verlieren möchte, dem sei die fünfeinhalbstündige Anwendung The Perfekt Day empfohlen.\n

Hangover 2 ist der Titel des Films, der in der Rooftop Sky Bar gedreht wurde.

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Foto: PeamOsk129 / Shutterstock.com

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Der liegende Buddha im Wat Pho Tempel ist 46 Meter lang und 15 Meter hoch. Er ist mit Blattgold überzogen.

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Gaggan Anand ist die Nummer 1 auf der Liste der „Asia's 50 Best Restaurants“

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Haute Cuisine in Shoppingcentern

Man kennt sie als food courts, die großen Bereiche in den Einkaufszentren, in denen die unterschiedlichsten Schnellrestaurants dem traditionellen thailändischen Konzept des Street Food etwas mehr Luxus verleihen möchten. Pier 21 im Shoppingcenter Terminal 21 ist eines der exklusivsten. Eine andere Option sind Luxusrestaurants. Eines der besten Bangkoks ist das Paste. Es befindet sich in der dritten Etage des Gaysorn Village und besticht durch Gerichte, die auf den Rezepten des königlichen Hofs und der goldenen Ära Thailands unter der Herrschaft von Rama IV basieren.\n

Die oberen Etagen des Hotels Landmark bieten eine besonders schöne Aussicht.

Das Angebot an Hotels der gehobenen Klasse ist überwältigend. The Landmark Bangkok, in dem wir einchecken, liegt an der Sukhumvit, der längsten Straße der Stadt und der wichtigsten Geschäftsstraße. Beim Betreten der Suite beeindruckt als Erstes ihre Größe: Die Executive Suite hat 78 Quadratmeter, beim Blick aus dem Fenster verzaubert die Aussicht auf Bangkok und seine Sonnenuntergänge. - Sonnenuntergänge, die man auf Rooftop Bars wie dem Above Eleven (33. Etage), der Vertigo and Moon Bar (61. Etage) oder der fotogensten der Stadt, der Sky Bar, bewundern kann, die als Schauplatz im zweiten Teil von „Hangover“ weltberühmt wurde. Die Terrasse befindet sich in der 63. Etage des Luxushotels lebua (auf 250 Meter Höhe). Sein exklusivster Bereich ist das Sirocco, eines der höchst gelegenen Open-Air-Restaurants der Welt.\n

Nach Designer-Cocktails und endlosen Nächten erwacht Bangkok früh am Morgen. Der Duft nach Gewürzen hüllt die ganze Stadt ein und nicht einmal Meditation kann das Getümmel stoppen. Die Stille, die man mit Stätten wie dem Tempel des Smaragd-Buddha oder dem Tempel des liegenden Buddha in Verbindung bringt, kontrastiert mit der Hektik der Touristen, die auf Tempeljagd durch die Stadt eilen. Ein Muss sind Wat Pho und auch der Große Palast, in dem immer noch die Leere zu spüren ist, die der Tod des Königs hinterlassen hat. Bhumibol Adulyadej starb im Oktober 2016, aber die Trauerzeit dauert ein Jahr: Altäre mit seinem Foto, Plakate an den Wolkenkratzern... fördern das Verständnis für die Physiognomie einer Stadt mit tief verwurzelten Werten.

Solche Szenen helfen, Bangkok zu verstehen. Bilder, die man auch auf den Märkten findet, die so typisch für Thailand sind. Eine gute Stunde von Bangkok entfernt liegen die berühmtesten, Damnoen Saduak und Amphawa Market. Etwas zentraler und auf regionale Produkte spezialisiert ist der Samyan Market. Selbst die renommiertesten Restaurants kaufen hier ein. Wie Garima Arora, Eigentümerin des Restaurants Gaa, die nach ihrer Lehrzeit bei Gaggan Anand, dem besten Koch Asiens, ihr eigenes Lokal eröffnete. Der namhafte Küchenchef besitzt in dieser Stadt natürlich ebenfalls ein Restaurant; das Menü mit 25 Gängen, von denen 22 mit den Händen gegessen werden, kostet 5000 Baths (rund 130 Euro).

Luxus ist durchaus möglich in der Stadt der Rucksackreisenden, einer Destination mit unerwarteten Kontrasten, mit schweigenden Buddhas in überfüllten, lauten Tempeln. Das beständige Oxymoron dieser großartigen Stadt, einer der meist besuchten der Welt. In Thailand konnten wir nicht nur feststellen, dass es hier tatsächlich Luxus und Exklusivität gibt, wir haben auch gelernt, wie leicht dies zu finden ist, wenn wir, Prousts Empfehlung folgend, mit „neuen Augen“ reisen. Und mit vollen Brieftaschen.\n

Im Water Library fusionieren thailändisches Essen und moderne europäische Küche.

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Authors' Lounge. Hotel Mandarin Oriental.

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Foto: Mandarin Oriental

Das Hotel Mandarin Oriental steht seinen Gästen seit fast eineinhalb Jahrhunderten zur Verfügung

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Foto: nimon / Shutterstock.com

Der Amphawa Market ist nur an den Wochenenden geöffnet.

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Foto: Water Library

Interview

Magazine

Interview

„Ich habe Bangkok nicht gewählt, das war Schicksal.“

PASSAGIEREN MONAT

Gaggan Anand und Garima Arora

Die kulinarische Szenerie Bangkoks verändert sich. Wir interviewen zwei ihrer Protagonisten: Gaggan Anand, Küchenchef des besten Restaurants Asiens, und seine Schülerin Garima Arora, die sich selbstständig gemacht hat.\n

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Warum haben Sie Bangkok gewählt, als Sie das Gaggan aufgemacht haben?\n

Ich habe Bangkok nicht gewählt, das war Schicksal. Ich hatte überhaupt keinen Plan, es ist einfach passiert. Ich wollte nur nach Bangkok, kochen, eine Arbeit finden und ein besseres Leben haben. 500 Dollar wurden zu dem hier.\n

Wie schafft man es, im Mekka des Street Food mit Haute Cuisine zu triumphieren?\n

Als ich in dieses Land kam, gab es keine Restaurants mit Haute Cuisine. Das Problem war, dass du für einen Dollar hervorragendes Essen auf der Straße bekamst. Das Gaggan war ein Teil der Evolution der Stadt. Das war ich nicht allein, es waren viele Köche, kollektiv. Deswegen wurde der erste Michelin-Führer von Bangkok veröffentlicht und deswegen haben wir die Prämierung der „50 Best Restaurants in Asia“ ausgerichtet. Aber auch so bleibt Bangkok die Hauptstadt des Street Food. Das kann keiner ändern. Ich gehöre zur Haute Cuisine, aber abends sieht man mich an den Straßenständen essen. Das ist etwas für jeden Tag. Das Gaggan ist ein Tag deines Lebens.\n

Ihr Restaurant ist eines der Repräsentanten der gastronomischen Szene mit Luxusrestaurants und Haute Cuisine. Kann man in dieser Stadt Luxus finden?\n

Bangkok ist für seinen günstigen Luxus berühmt. Billige Massagen, Hotels zur Hälfte des Preises, den man in New York bezahlen würde. Hier kannst du eine Massage für sechs Dollar bekommen und für 55 einen ganzen Tag im Spa verbringen. Was Luxus für die Menschen aus dem Osten oder für die aus den großen Städten ist, ist unser alltägliches Leben. In ein Spa gehen? Das kann ich jeden Tag. Ich liebe Kino und ich gehe einmal die Woche. In Bangkok haben wir Luxuskinos mit Betten und sogar mit einem Butler, der Champagner serviert. Das ist das neue Gesicht Thailands.\n

Wie würden Sie das Erlebnis beschreiben, im Gaggan zu essen?\n

Anders als jedes andere kulinarische Erlebnis auf der Welt. Wir haben 25 Gerichte, 22 davon isst man mit den Händen. In Indien isst man mit den Händen, das ist meine Kultur. Die Sinnlichkeit, das, was auf dem Teller liegt zu essen und anzufassen: warm, kalt, die Temperatur, die Textur ... alles wird real. Alle drei Monate kreieren wir ein neues Menü, bei dem man 90 Prozent der Gerichte mit den Händen essen kann.\n

Sie haben Ihre Kochkunst als „progressive indische Küche“ definiert.\n

Das Wort „progressiv“ bedeutet fortzuschreiten, Schritt für Schritt, weg von etwas, das schon existierte. Als ich anfing, hielten mich viele Leute für verrückt: „Das ist indische Küche, sie ist so seit Hunderten von Jahren, verändere bloß nicht mein Curry, verändere bloß nicht mein naan“. Aber ich will das auf die nächste Stufe heben, deswegen habe ich es „progressive indische Küche“ genannt. Von wie es anfing bis wie es heute ist, ist eine Reise.\n

Wie hat Ihre Familie reagiert, als Sie ihr erzählt haben, sie wollen Koch werden?\n

Sie hielten es für eine gute Idee. Sie wussten, dass ich in der Schule nicht besonders gut war. Ich hasse Disziplin, ich bin ein Rebell. Deswegen wurde ich Koch. Köche sind verrückt, oder? Alle Verrückten werden Koch, daher denke ich, ich habe den richtigen Beruf.\n

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Was ist Ihre nächste kulinarische Herausforderung?\n

Ich werde das Gaggan schließen. Mein Lehrmeister Ferran Adrià hat mich gelehrt, dass alles Gute ein Ende hat. Wir sind dabei, einen Berg zu erklimmen. Wenn wir den Gipfel erreichen (und mit Gipfel meine ich nicht die Auszeichnungen, sondern meine Kochkunst), möchte ich es dabei belassen. In guter Erinnerung bleiben. Das Gaggan wird im Juni 2020 zumachen, das habe ich letzte Woche beschlossen. Danach möchte ich gerne nach Japan gehen und ein kleines Restaurant für zwölf Gäste eröffnen. Etwas ganz Verrücktes. Ich mag Herausforderungen, ich will mich nicht langweilen.\n

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edes seiner Gerichte enthält fünf Geschmacksrichtungen: süß, scharf, salzig, sauer und – die wichtigste – überraschend. Letztere ist die wichtigste Zutat in seinem Menü im Gaggan, dem besten Restaurant Asiens und laut „The 50 Best Restaurants Awards“ Nummer Sieben der Welt. Gäste wissen bis zum Ende nicht, was sie essen, sie können nur raten: Die mysteriöse Speisekarte zeigt lediglich 25 Emoticons an. Gaggan Anand berichtet von ihrer Reaktion, wenn sie aufgeklärt werden: „Mein Gott, das habe ich gegessen?“ Aber sie können sich nicht beschweren, „denn es hat ihnen gefallen“, gibt er vergnügt zu. Ein riskantes Unterfangen, das in jedem anderen Haute-Cuisine-Restaurant undenkbar wäre, aber nicht in dem dieses Chefkochs. Er wurde in Kalkutta geboren und im El Bulli von Ferran Adrià ausgebildet. Bevor er sich die Kochschürze umband, spielte er Schlagzeug in einer Band. Progressiven Rock. Wie in seiner Küche.\n

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ie hat in den Küchen der Besten gelernt. Jetzt eröffnet sie ihr eigenes Restaurant in Bangkok, einer Stadt mit einer sprudelnden gastronomischen Szene.\n

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Sie haben gerade ein Restaurant eröffnet, das Gaa. Was können die Foodies davon erwarten?\n

Es ist ein Spiegel vieler Kulturen, genau wie Bangkok. Wir servieren nur lokale Produkte, die mit der Hand verarbeitet werden; einheimische Produkte, die es nur in Thailand gibt. Aber wir verwenden Techniken aus der ganzen Welt, um den optimalen Geschmack herauszuholen. Ich würde es als lokales Produkt mit eklektischen Geschmäcken definieren.\n

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Was trägt das Gaa zur kulinarische Szene Bangkoks bei?\n

Wir versuchen, das, was vor uns ist, mit neuen Augen zu sehen. Zu sehen, was Thailand uns bietet, ohne vorgefasste Meinungen darüber, wie das Essen sein sollte. Auch die Art und Weise, wie wir unsere Produkte aussuchen, ist wichtig. Unsere Zutaten kommen aus der unmittelbaren Umgebung, damit sie frisch sind. Nur so kann man garantieren, dass das Essen gut ist. Unser Fisch wird jeden Tag lebend gebracht, wir lagern nichts in Gefrierschränken. Wir wollen wirklich lokal sein.\n

Was gefällt Ihnen an Bangkok am besten?\n

Die Menschen. Was diese Stadt ausmacht, sind ihre Menschen. Ich habe an keinem Ort der Welt eine ähnliche Energie erlebt. Sie sind gastfreundlich, sehr lebendig, großzügig, aufmerksam... Darüber hinaus bietet die Stadt Optionen für jeden Geschmack. Von einer Schale Nudeln um zwei Uhr morgens bis zu einem französischen Restaurant mit drei Michelin-Sternen. Nach sechs Monaten hier habe ich mich in Bangkok verliebt und möchte nie mehr weg.\n

Wie sieht ein Luxustag in der thailändischen Hauptstadt aus?\n

Ich würde mit einem Brunch in einem der Fünf-Sterne-Restaurants am Ufer des Chao Phraya beginnen. Danach würde ich mir eine Massage gönnen. Denn man ist in Bangkok und es gibt wenige Orte, die besser dafür sind. Zum Abschluss des Tages würde ich in eine der Rooftop-Bars gehen und die Stadt bei ein paar Cocktails von oben betrachten. Und zum Abendessen in ein gutes Restaurant.\n

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Foto: Restaurante Gaa

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Foto: Restaurante Gaa

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Foto: Restaurante Gaa

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Foto: Restaurante Gaa

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Abenteuer

Magazine

Abenteuer

Reise ins Auge des Sturms

Angelockt von den Tornados reisen die Sturmjäger jedes Jahr durch das Zentrum der USA. Wer sich diesem Abenteuer anschließt, kommt den Windhosen so nah, als wollte er in Oz enden.\n

 „Schlechtes Wetter!“ Das sind die magischen Worte, nach denen sich Hunderte Sturmjäger und Fans der Meteorologie von ihren Sofas erheben und sich auf die Straßen begeben, die durch die weiten Ebenen im Zentrum der USA führen. Alle hoffen, dass ein Tornado in die Troposphäre eintritt und dass eine große dunkle Wolke in Form eines Mutterschiffs die Sonne verdeckt. Dann beginnt die Party der Windhosen. Das ist ihr Traum. Der richtige Zeitpunkt ist zwischen April und Juni, wenn die warme Luft aus dem Golf von Mexiko auf die kalte Polarluft aus Kanada prallt und explosive Stürme verursacht.\n

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Foto: jordanTrail.org

In den USA werden jedes Jahr rund 1000 Tornados registriert

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Mehr als 800 Tornados konzentrieren sich jedes Jahr in der sogenannten Tornado Alley, einem Landstreifen, der sich durch Texas, Oklahoma, Kansas, Nebraska, Iowa, Dakota und Minnesota zieht. „Wenn alle Instinkte eines „normalen“ Menschen einem raten, die Fenster zu verriegeln und im Keller Zuflucht zu suchen, machen sich die Sturmjäger auf, um dem Schlimmsten von Mutter Natur gegenüberzutreten.“ So beschreibt Roger Hill, einer der erfahrensten Sturmjäger, in seinem Buch „Hunting Nature‘s Fury“ den Drang, der die Fans der Tornados antreibt.\n

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Und wenn die Sonne scheint?

Wenn das Wetter nicht mitspielt, gibt es Alternativprogramme. Je nachdem, wo man sich befindet, kann man das Zentrum für Sturmvorhersage Norman in Oklahoma, das Twister-Museum in Wakita, den Canyon von Palo Duro in Texas oder den Mount Rushmore in South Dakota besichtigen.\n

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Mehr als 800 Tornados konzentrieren sich jedes Jahr in der sogenannten Tornado Alley

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Wer sich einer dieser Verfolgungsjagden anschließt, freut sich im Urlaub ausnahmsweise über schlechtes Wetter: Regen ist das Beste, was passieren kann. Dutzende von Unternehmen organisieren Expeditionen für die Jagd nach Tornados. Die Preise solcher meteorologischen Safaris liegen bei rund 3000 Dollar pro Person. Sie werden für Gruppen zwischen sechs und vierzehn Personen angeboten, die auf zwei speziell für diese risikoreiche Aktivität ausgestattete Busse aufgeteilt werden.
 
Nick Drieschman von Extreme Tornado Tours, einem der erfahrensten Unternehmen mit Sitz in Oklahoma, erklärt uns, wie wichtig es ist, Fahrzeuge mit 3M-Schutz an den Scheiben zu verwenden, die auch bei Hagel und heftigen Windböen nicht zersplittern. An einem Tag kann man über 400 km weit fahren, daher sind die Fahrzeuge mit WLAN, Batterien für elektronische Geräte und Sendern wie Sirius SM für jede Art von Musik ausgestattet.
 
Übernachtet wird – wie auf einem „Road Trip“ – in Motels, die Tankstellen werden zu „Meeting Points“, an denen man sich mit anderen Gruppen und Locals austauschen kann. Der Wetterkanal Weather Channel bietet den Soundtrack zur Reise. Wird ein Tornado angekündigt und dreht sich das Doppler-Radar, beginnt die Jagd. Deswegen muss die Gruppe stets bereit für einen schnellen Aufbruch sein. In wenigen Minuten verwandeln sich die weißen Wattewolken in ein graues Dach, das Tornados von Superzellen ankündigt, den Zusammenprall von zwei Luftströmen, die sich zu drehen beginnen und schließlich als Tornado enden.\n

Foto: James Smart

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Foto: Extreme Tornado Tours

Texas ist der Staat mit den meisten Tornados

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Sicherheit steht an erster Stelle und der Abstand, der zu diesen Wirbeln eingehalten wird, ist ein Schlüsselfaktor. In einem Tornado F5, dem zerstörerischsten auf der Fujita-Skala, erreicht der Wind Geschwindigkeiten von über 500 Stundenkilometern, hebt ganze Dächer ab und führt Blitze und golfballgroße Hagelkörner mit sich.
 


Die Aufnahmen des Videos „Vorticity“, die dem Fotografen Mike Olbinski nach vielen Kilometern und Stunden gelangen, zeigen das Chaos und die Kraft solcher Windhosen. Eine Lektion in Demut angesichts der Kraft der Natur. Ein Rat, den man von den erfahrensten Sturmjägern hört: „Fotoapparat und Schuhe immer gut festbinden.“ Falls man – wie Dorothy – auf der anderen Seite landet.\n

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Foto: Steve Lagreca/shutterstock.com

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In jedem Bus gibt es ein Notfallset mit Leuchtraketen, Abschleppkabeln und Arzneimitteln

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Große Reisen

Magazine

Große Reisen

Der Garten Südafrikas

„Was uns Rose heißt, wie es auch hieße, würde lieblich duften“, schrieb Shakespeare. Was man in Südafrika einen Garten nennt, riecht nach Wald und wird von Walen bewohnt.\n

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er afrikanische „Road Trip“ führt an verwunschenen Wäldern vorbei, über Wege am Rande der Steilküste und verborgene unberührte Strände. Man kennt sie als Garden Route, „Tuinroete“ in Afrikaans, doch auf ihrem Weg gibt es mehr Elefanten als Rosen. Sie führt an einem schmalen Küstenstreifen zwischen dem Indischen Ozean und Bergen entlang, der den Süden Südafrikas von der Karoo Wüste trennt. Bei einer Spazierfahrt entlang der Steilküste und über Hängebrücken über dem Meer kann man seine ursprüngliche Schönheit entdecken.
 
Auf den 200 Kilometern der Landstraße N2, die zwischen Mossel Bay und Storms River liegen, konzentrieren sich die meisten Landschaften, auch wenn die besonnensten Reisenden in Kapstadt starten und die 800 Kilometer bis nach Port Elizabeth zurücklegen, ein ideales Strandreiseziel zur Ausübung von Wassersport, an dem man schrumpelige Hände vom Surfen, Segeln, Schnorcheln und Tauchen bekommt.\n

Der Frühling (ab September) ist die beste Jahreszeit, um die Route zu erkunden. Nach den Regenfällen strahlt der „Garten“ in seinem vollen Glanz. An den Hängen blühen Zuckerbüsche, Margeriten und Fynbos, die typische Vegetation Südafrikas, die sich durch Pflanzen mit feinen Blättern auszeichnet und einen bunten Kontrast zur benachbarten Wüste darstellt. Auch wenn es keinen schlechten Monat gibt, da das Land nach Hawaii über das zweit mildeste Klima der Welt verfügt, mit Temperaturen die im Winter nicht unter 10 Grad und im Sommer nicht über 28 Grad liegen.\n

Fantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind

Auf der Route kann man Elefanten in ihrem natürlichen Lebensraum sowohl im Knysna Elephant Park als auch im Addo Elephant Park sehen. Doch lebt Afrika nicht nur von den „Big Five“. Die Südküste Südafrikas ist die Heimat von Pinguinen und Delfinen. Auch Südliche Glattwale lassen sich hier von Juli bis Dezember vor allen Dingen in Tsitsikamma beobachten.\n

Die Garden Route hat die Konflikte des Holzhandels und der Goldsuche der burischen Kolonisten miterlebt. Diese machten im 19. Jahrhundert die Regenwälder von Knysna zu ihrer Heimat mit ihrem Lebensstil, den die südafrikanische Schriftstellerin Dalene Matthee in ihren „Wald-Romanen“ schildert. Ein einziges literarisches Plädoyer an den Erhalt der einheimischen Wälder mit Figuren wie dem Holzfäller Saul Barnard.
 
Das Leben, von dem die Erzählungen von Matthee berichten, gibt es nicht mehr, doch kann man immer noch das typische „Kou Kou“ des Turakos hören, einem exotischen einheimischen Vogel mit grünen Federn, einem Kamm und roten Flügeln. Die Holzfäller wurden durch Wanderer und Abenteurer ersetzt. Mit dem Kajak fahren Sie die Flüsse hinunter oder erkunden mit Seilrutschen die Wälder des Nationalparks der Garden Route.
Dieser unterteilt sich in die Abschnitte Wilderness, Knysna Lakes und Tsitsikamma. In Knysna beginnen die Wanderrouten Woodcutter's Walk und Millwood Mine Walk, die an Wasserfällen und riesigen hundertjährigen Bäumen vorbeiführen. Zwei Klippen aus Kalkstein, bekannt als die „Köpfe“, bewachen vom Meer aus den Eingang zur Lagune in Knysna. Dank der Garden Route hat sich dieser Küstenort in ein touristisches Zentrum voller Restaurants und Freizeitangebote verwandelt, wie dem Austernfest, das jedes Jahr im Juli gefeiert wird.\n

Der Wald von Knysna ist mit Wanderwegen und Routen übersät, die man zu Fuß oder mit dem Fahrrad erkunden kann

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Der Ursprung der Menschheit

Anthropologen versichern, dass die Menschheit von einer Bevölkerung stammt, die vor 200.000 Jahren in der Nähe von Mossel Bay lebte. Eine geführte Besichtigung zur anthropologischen Fundstätte in Pinnacle Point gehört zu den Sehenswürdigkeiten dieses Aussichtspunkts, der einen atemberaubenden Ausblick bietet. Hier befindet sich auch ein Golfplatz.\n

Die Vielfalt der Unterkünfte auf der Garden Route reicht von Luxushotels bis hin zu Herbergen innerhalb von Tierschutzgebieten wie dem Knysna Elephant Park

Die Wälder zu Fuß oder zu Pferd zu erkunden steht mehr im Einklang mit dem Flair der Romane von Matthee, doch sind auf der Route auch neue Erlebnisse entstanden, wie in einem Käfig umgeben von Haien in die Gewässer der Mossel Bay einzutauchen. Die abwechslungsreiche Fauna mit wilden Elefanten oder das Jukani Wildlife Sanctuary tragen dazu bei, die Legende dieses „Road Trips“ noch zu verstärken.
 
Einen Umweg einzulegen ist ein Muss auf diesem Weg. Die Höhlen von Cango, ein Labyrinth unterirdischer Wunder und die älteste Sehenswürdigkeit Südafrikas, liegen in der Nähe von Oudtshoorn, wo sich auch die Straußenfarmen befinden. Die Strände von Plettenberg Bay ihrerseits locken Surfer und seit kurzem auch Önotouristen an. Eine der neuesten Attraktionen der Route sind die Weinberge von Bramon, ein weiterer Beweis, dass es unmöglich ist der Garden Route ohne anzuhalten zu folgen. Auch wenn es nicht wegen dem Duft von Rosen ist.\n

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Im Naturreservat Robberg, sieben Kilometer von Plettenberg Bay entfernt, findet man mehr als 120 Millionen Jahre alte Felsformationen.

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Gastronomie

Magazine

GASTRONOMIE

Herkunftsbezeichnung: Italien

Balsamessig, Parmesankäse, genuesisches Pesto, neapolitanische Pizza ... Italienische Produkte sind weltweit mit Namen und Nachnamen bekannt. Wir erkunden das Land mit unserem Geschmackssinn anhand kulinarischer Traditionen.\n

Meine Knochen sind aus Parmigiano Reggiano und durch meine Adern fließt Balsamessig aus Modena“. Dieser Satz könnte von jedem Italiener stammen, doch ist er von Massimo Bottura, Chefkoch der Osteria Francescana (drei Michelin-Sterne), die 2016 von The World’s 50 Best Restaurants als das beste Restaurant der Welt ausgezeichnet wurde.\n

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Die Hingabe der Italiener für das Essen reicht weit über die Tischkanten hinaus und übertrifft (beinahe) den Fußball, die Religion oder die Politik. Sie haben die internationalste Küche der Welt und eine der kulturell vielfältigsten, die von den Alpen bis zur Stiefelspitze reicht.
Auf Basis der Qualität der Zutaten verstand sie es in der innovativen italienischen Küche wiedergeboren zu werden. Heute, weit davon entfernt verschmäht zu werden, erfinden Chefköche wie Bottura oder Massimiliano Alajmo die Küche der „nonna“ neu und fordern für die lokalen Produkte einen Platz auf ihren Tischen.\n

Die Hingabe der Italiener für das Essen reicht weit über die Tischkanten übertrifft (beinahe) den Fußball, die Religion oder die Politik

Die Hingabe der Italiener für das Essen reicht weit über die Tischkanten hinaus und übertrifft (beinahe) den Fußball, die Religion oder die Politik. Sie haben die internationalste Küche der Welt und eine der kulturell vielfältigsten, die von den Alpen bis zur Stiefelspitze reicht.
Auf Basis der Qualität der Zutaten verstand sie es in der innovativen italienischen Küche wiedergeboren zu werden. Heute, weit davon entfernt verschmäht zu werden, erfinden Chefköche wie Bottura oder Massimiliano Alajmo die Küche der „nonna“ neu und fordern für die lokalen Produkte einen Platz auf ihren Tischen.
 
Wie der Balsamessig aus Modena, der jahrelang sorgfältig in den Mansarden und Dachkammern der Landhäuser aufbewahrt wurde. So arbeitet man seit 1849 in der Acetaia del Cristo. Doch heute wird er nicht mehr versteckt. Erika, Daniele und Gilberto öffnen all denjenigen ihre Türen, die sie besuchen möchten und sind stolz auf ihren 12-jährigen „aceto tradizionale“ und ihren „extra-vecchio“, der ein viertel Jahrhundert gereift ist, wie es die Tradition vorgibt.\n

Foto: Francesco Tonelli

Italien produziert jährlich 3,4 Millionen Tonnen Nudeln, beinahe ein Viertel der weltweiten Produktion

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Foto: Francesco Tonelli

Der Teig der Pizza Napoletana wird auf Höchsttemperatur gebacken, bei mehr als 400 Grad Celsius.

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Eine weitere Zutat, die dazu beigetragen hat, die Gastronomie der Region zu fördern und die im September ihr eigenes Fest hat, ist der „Proscuitto di Parma“. Er ist der unumstrittene Protagonist der berühmten „Salumerie“ oder Wurstwarengeschäfte. Eines der meist gefragten ist Garibaldi, das neben dem Verkauf auch einen Essensservice anbietet.
 
„Alles, was Sie sehen, verdanke ich den Spaghetti“, versicherte einst Sophia Loren in Bezug auf ihr beneidenswertes Äußeres. Die Nudeln sind die namhafteste und begehrteste Zutat der italienischen Rezeptsammlung, immer „al dente“ natürlich. Sie werden von unzähligen weiteren Zutaten begleitet, die die Persönlichkeit jeder Region darstellen. In Emilia-Romagna isst man „Tortellini“, in Venedig „Bigoli“, die den Spaghetti ähneln, aber etwas dicker sind, in Apulien ohrenförmige „Orecchiette“... Jede einzelne ist mit einer spezifischen Soße zu kombinieren. Diese zu verwechseln wäre für die Italiener „Mamma mia!“, eine Todsünde. Jede Region bevorzugt außerdem „ihre“ Soße: Pesto in Genua, Carbonara in Rom, Amatriciana in Amatrice ... Ein paar „Tagliatelle“ in Begleitung eines „ragù alla bolognese“ unter einem der Bogengänge in Bologna zu probieren wird immer eine Hommage für den Gaumen sein.
 
20 Prozent der Restaurants der Welt (ja, der Welt) sind Pizzerien. Obwohl die Mehrheit sicherlich nicht zwischen einer „romana“ oder „napoletana“ unterscheidet. Die der italienischen Hauptstadt ist etwas dicker, knuspriger und wird länger gebacken. In der Nähe der Piazza Navona befindet sich die Pizzeria Baffetto (man sollte sich nicht von ihrem bescheidenen Aussehen täuschen lassen), in der die beste Pizza Roms zubereitet wird. Die lange Warteschlange vor der Tür bestätigt dies Tag für Tag.\n

Die Pizza Napoletana, Napoletana

Die Herkunftsbezeichnung der Pizza Napoletana erlegt den Lokalen, die sich mit einem Harlekin schmücken, bestimmte Normen auf, das heißt, denjenigen, die sich damit damit rühmen die „authentische“ herzustellen. Die Größe der Hefepakete, der pH-Wert des Teigs oder die maximale Dicke (vier Millimeter) werden strikt kontrolliert. Die Zutaten Tomate, Öl und Käse müssen stets lokalen Ursprungs sein.\n

Foto: Acetaia Giusti

Die Acetaia Giusti, die sich damit rühmt, die älteste der Welt zu sein, produziert seit 1605 Balsamessig aus Modena

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Die Pizza Napoletana ist die erste und einzige, die über eine europäische Herkunftsbezeichnung verfügt. Sie ist dünner und leichter und hat hohe Ränder. Um die „vera pizza napoletana“ zu finden, muss man eine Pizzeria suchen, die als Erkennungszeichen einen Harlekin trägt. L’Antica Pizzeria Da Michele hat es an seiner Tür und hier einen Tisch ohne vorherige Reservierung zu ergattern ist unmöglich. Die ganze Welt möchte seine Margarita und seine „Marinara“ probieren. Seit 1870 haben fünf Generationen Pizzabäcker das Originalrezept aufrechterhalten.
 
Wenn Zeit und Unterhaltung vorhanden sind, dann fließt nach dem Essen in Italien der Grappa und Limoncello, ein süßer (aber starker) Zitronenlikör. Beide helfen das mit Sicherheit üppige Essen zu verdauen und versüßen die Unterhaltung in Begleitung eines Espressos, um die Schläfrigkeit zu überwinden.
Und in Italien kann man noch Stunden nach dem Essen am Tisch verbringen. Denn die Italiener widmen dem sozialen Akt des Essens und der Unterhaltung so viel Zeit wie eben erforderlich ist. Aus irgendeinem Grund waren sie es, die das „Slow Food“ erfunden haben, ein Konzept, das sehr modern klingt, aber in Italien schon ein ganzes Leben lang genossen wird.\n

Foto: Francesco Tonelli

Die Parmesankäselaibe werden „forme“ genannt. Sie wiegen um die 40 Kilo, für jeden einzelnen werden 500 Liter Milch benötigt.

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Der Kaffee ist heilig

Vom Le Giubbe Rosse in Florenz bis zum Torino in Turin. Vom Caffè Florian in Venedig zum Greco in Rom, wo man im Sommer den Espresso gegen einen „‘granita di caffè“ tauschen kann. Wenn etwas die Italiener vereint, dann ist es die Kaffeekultur. Ein „caffè“, den „die Italiener mit Gabel und Messer zu sich nehmen“, wie es hinsichtlich dessen Stärke Woody Allen formulierte.
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Strände

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STRÄNDE

Akaba: Eine Welt unter Wasser

Jordanien verfügt nur über einen kleinen Küstenstreifen, aber über einen enormen Meeresschatz. Seine einzige Küstenstadt, Akaba, liegt am Roten Meer und ist für die vielen Korallen und farbenprächtigen Meereslebewesen bekannt.\n

Viele Geschäfte und Restaurants in Akaba sind über Mittag geschlossen

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Die Schönheit Kleopatras

Akaba ist auch für die luxuriösen Spas seiner Hotels bekannt. Sie kombinieren orientalische und okzidentale Techniken und bieten verjüngende Anwendungen und reinigende Bäder mit renommierten Produkten aus dem Toten Meer. Schon Kleopatra suchte in diesem salz- und mineralhaltigen Wasser das Elixier der Jugend.\n

W

enn Lawrence von Arabien seinen Kopf ins Wasser gesteckt hätte, statt gegen die osmanische Herrschaft in Akaba zu kämpfen, hätte er eine farbenfrohe Welt entdeckt. Der Kontrast zum öden, wüstenartigen Land im Südwesten Jordaniens hätte ihn sicher vom Kampf um die Stadt abgelenkt. Dieser ist so legendär, dass er zu einem der berühmtesten Hollywoodfilme führte: „Lawrence von Arabien“. Der Film zeigt die jordanische Landschaft, trocken und staubig, ohne auch nur darauf hinzuweisen, dass sich ganz in der Nähe – unter der Wasseroberfläche – ein Kaleidoskop voller Leben und Farben befindet.
 
Akaba liegt am südlichsten Punkt Jordaniens am Golf von Akaba. Seine Lage am Roten Meer ist ein strategischer Standort am Schnittpunkt der drei Kontinente Asien, Europa und Afrika. Hier grenzt Jordanien an Israel, Ägypten und Saudi-Arabien. Die nur knapp 26 Kilometer lange Küste wird von Häfen, Luxushotels, Stränden und Tauchklubs genutzt.
 
Im Süden Akabas, hinter der Mole und dem Terminal der Fähre nach Ägypten, befinden sich das Aquamarina Dive Center und noch ein wenig weiter das Visitor‘s Center. Gleich davor erstreckt sich ein Korallenmeer. Die Riffe entstehen am Ufer und machen den ganzen Golf zu einer tiefen Unterwasserschlucht. Schon knapp 100 Meter vom Ufer entfernt können Taucher bis auf 50 Meter Tiefe abtauchen.
 
Das Tauchen im kristallklaren, warmen Wasser mit seiner bunten Unterwasserflora und -fauna ist selbst für Anfänger geeignet und jeder Tauchgang ist ein unvergessliches Erlebnis. Bunte Fische, Walhaie, Delfine, Riesenmantas und Meeresschildkröten schwimmen überraschend nah an der Küste entlang. Und als besondere Dekoration vervollständigen ein Schiff und drei Tanker (die gezielt versenkt wurden, um die Unterwasserwelt zu bereichern) die Landschaft unter der Wasseroberfläche.\n

Einige Tauchklubs bieten dieses Erlebnis auch „exklusiv“ an. Wo viele Hotels über private Strände verfügen, bieten sie eigene Riffe, beispielsweise bei Murjan, zehn Kilometer südlich von Akaba. Der Klub bietet seinen Kunden neben verschiedenen Tauchkursen einen Swimmingpool, ein Restaurant und weitere Wassersportaktivitäten wie Segeln, Surfen oder Wasserski.
 
Im Golf von Akaba gibt es auch über Wasser viel Leben. Segelboote, Wellenreiter, Windsurfer, Wasserskifahrer, Angler... Die meisten dieser Wassersportarten werden in den Hotels der Gegend wie dem Mövenpick Resort Residences Aqaba und in Klubs wie dem Murjan oder dem Aqaba Surf Center angeboten. Es gibt sogar Optionen für Gäste, die nicht nass werden wollen: Von großen Glasbodenbooten aus kann man den Meeresgrund betrachten ohne tauchen zu müssen.
 
Das Meer hat heute eine so große Bedeutung für Akaba, dass vielleicht der nächste Hollywoodstreifen, der in dieser Stadt gedreht wird, eine Fortsetzung von „20.000 Meilen unter dem Meer“ oder eine neue Version von „Findet Nemo“ ist.\n

Manche Tauchklubs organisieren nächtliche Tauchgänge, bei denen man Krebse, Garnelen und Langusten auf Nahrungssuche beobachten kann

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Aus dem Meer auf den Tisch

Viele der Fische, die man unter Wasser beobachten kann, landen später in den Restaurants. Die Region ist für ihre Gerichte mit frischen Fischen und Meeresfrüchten berühmt. Auch die arabische Küche und vor allem das regionaltypische „Syadeyeh“, ein stark gewürztes Reisgericht mit Fisch und Gemüse, sollte man probieren.\n

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Junge Leute

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JUNGE LEUTE

Stimmt es, dass New York niemals schläft?

Die Hyperaktivität der „Stadt, die niemals schläft“ ist ansteckend. Bei so vielen Möglichkeiten, die Nächte durchzumachen – wer will da schlafen?\n

Ä

rzte, Zeitungsbeilagen und Supermodels empfehlen acht Stunden Schlaf pro Tag. Was sie nicht sagen ist, wann. Oder wo. Oder was passiert, wenn du in New York bist und dein Programm sich bei Einbruch der Nacht vervielfacht.
 
In der Stadt der Wolkenkratzer kann man auch nach Sonnenuntergang praktisch alles machen. Ein iPhone im Apple-Shop an der Fifth Avenue erstehen und in einem rund um die Uhr geöffneten Fitnesscenter schwitzen – ein Trend bei den Yuppies der Wall Street. Die meisten Waschsalons, Delikatessengeschäfte und 99¢-Pizzerien sind bis in die späten Abendstunden geöffnet. Es gibt sogar eine Bowlingbahn für Nachtschwärmer, The Gutter in Williamsburg, wo die Strikes mitten in der Nacht und kurz vor Schluss gegen 4 Uhr morgens fallen.
 
Auch Friseur- und Kosmetiksalons haben sich diesem Trend angeschlossen. Wie der Red Market Salon, bekannt für seine nächtlichen Öffnungszeiten und sein glamouröses Ambiente mit Ausstellungen und DJ-Sessions. Der Salon wurde von David Cotteblanche und Reynald Ricard gegründet, zwei viel beschäftigten Stylisten. Sie hatten so viel zu tun, dass sie ihre Kunden nachts in ihrem Apartment bedienen mussten und merkten, dass es hier eine Marktnische gab. Sie haben ihre Idee nach Miami exportiert und viele Lokale machen es ihnen nach.\n

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Foto: Roman Arkhipov

Nicht nur McDonalds ist rund um die Uhr geöffnet, auch viele Straßenstände bieten nächtliche Snacks.

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Das House of Yes in Brooklyn beweist, dass die New Yorker Nacht jünger ist als je zuvor

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Für Frühaufsteher (oder Nachteulen

Am ersten Mittwoch im Monat öffnen verschiedene Galerien des MoMA von 7 bis 9 Uhr, damit man sich die Ausstellungen ohne das übliche Gedränge ansehen kann. Das Programm heißt „Quiet Mornings“ und beinhaltet das Angebot von Meditationssitzungen. Die Tickets kosten 12 Dollar.\n

Es gibt keinen besseren Weg, sich zum Ausgehen zurechtzumachen, als kurz vor der Party noch zum Friseur zu gehen. Die Beauty Bar setzt auf eine Kombination beider Optionen: Kosmetik und Drinks. In einem Schönheitssalon, der im Stil der 40er-Jahre eingerichtet ist, einschließlich der Trockenhauben, werden montags bis sonntags bis 23 Uhr Maniküren und Cocktails angeboten.


 
Bei so viel nächtlichem Vergnügen kommt einem Ausgehen fast langweilig vor. Allerdings sollte man niemals eine Stadt unterschätzen, in der es ein Studio 54 und einen Cotton Club gab. Das House of Yes ist einer der originellsten Vorschläge. Eine Mischung aus Zirkusvorführungen, interaktiven Filmen, Cabaret und Burlesque-Shows mit Vorstellungen bei Tageslicht und „Brunch“. Das Lokal liegt in Brooklyn. Es wirbt damit, „die Sinne zu kitzeln und den Geist zu erweitern“. Und das schafft es.
Wer LED-Lichtern und ohrenbetäubender Musik entfliehen möchte, kann sich in den Jazzbars entspannen, dem anderen Soundtrack der Stadt, mit Lokalen wie dem Smalls Jazz Club, in dem die Musik bis lange nach Mitternacht spielt.\n

Foto: Joshua K. Jackson

Wer die nächtlichen Lichter der Stadt sehen möchte, kann bis 2 Uhr morgens auf das Empire State Building klettern\n

Die Metro fährt 24 Stunden am Tag, auch wenn nicht alle Stationen nachts geöffnet sind

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Natürlich dürfen auch Wellnessangebote nicht fehlen, wie die im Juvenex Spa, einem Luxustempel in Koreatown, der jeden Wochentag rund um die Uhr geöffnet ist. Um das Relaxen auf die nächste Ebene zu heben, sollte man im Lift einen Termin reservieren und die Floating-Tanks ausprobieren. Freitags und samstags kann man hier die ganze Nacht lang „schweben“ und einen schlafähnlichen Zustand erleben.
 

Allerdings ist es gar nicht nötig zu schweben, um dieses Gefühl zu erleben. Wer eine Nacht durch New York gestreift ist, weiß das. Die von den Neonlichtern und Bürobeleuchtungen erhellten Straßen scheinen immer hellwach zu sein. In Erwartung eines Abenteuers, egal zu welcher Uhrzeit. Wie sagte Simone de Beauvoir: „Es liegt etwas in der New Yorker Luft, das Schlafen unnötig macht.“ Amen.\n

Die Metro ist rund um die Uhr geöffnet. Genau wie die Fähre nach Staten Island. Das Schiff startet im Financial District und bietet sowohl tagsüber als auch nachts eine herrliche Aussicht auf die Stadt. Je weiter es sich von Manhattan entfernt, desto prachtvoller erscheint die Skyline. Die Fahrt führt außerdem an der Freiheitsstatue und an Ellis Island vorbei.\n

Nicht nur Yellow Cabs

Auch Friseur- und Kosmetiksalons haben sich diesem Trend angeschlossen

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Top 6A

MAGAZINE

TOP 6A

Sechs Höllen auf Erden

Wer mutig genug ist, sich in diese geografischen Unfälle zu begeben, wird glauben, in der Unterwelt zu sein. Vorsicht, heiß!

Darvaza (Wüste Karakum Turkmenistan)

Seit über 30 Jahren brennt es in der Wüste Karakum. Der Krater von Derweze, auch bekannt als „Tor zur Hölle“, ist nicht vulkanischen, sondern menschlichen Ursprungs. Er entstand durch die Perforation einer Naturgashöhle in den 70er-Jahren.

Vulkan Masaya (Granada, Nicaragua)

Der Schwefelgeruch lässt schon ahnen, was einen erwartet, wenn man sich dem Masaya nähert. Um ihn zu besichtigen, muss man 100 Córdobas bezahlen (einheimische Besucher 30). Seine beeindruckende Aktivität lockt jedes Jahr um die 120.000 Touristen an.

Dallol (Danakil-Wüste, Äthiopien)

Brennende Lagunen, rauchende Geysire und Temperaturen über 60 Grad Celsius. Das ist die Visitenkarte des Kraters von Dallol in der Danakil-Wüste, der tiefsten Stelle des afrikanischen Kontinents.

Lanzarote (Kanarische Inseln, Spanien)

Wenn diese kanarische Insel für etwas bekannt ist, dann für ihren vulkanischen Ursprung. Die Landschaft in Rot-, Ocker- Schwarz- und Orangetönen – z. B. im Timanfaya-Nationalpark – entstand bei mehreren Vulkanausbrüchen zwischen dem 18. und dem 19. Jahrhundert.

Kawah Ijen (Java, Indonesien)

In diesem indonesischen Vulkan gibt es einen See, der von schwefelgelb gefärbten Felsen umrahmt ist. Tagsüber wimmelt es hier von Minenarbeitern, aber nachts bringt der verbrennende Schwefel blaue Flammen hervor, die in der Dunkelheit glühen.

Natronsee (Rift-Tal, Tansania)

Wegen des naheliegenden Schichtvulkans besteht das salzige Wasser dieses Sees zwischen Kenia und Tansania aus verschiedenen Chemikalien. Aus so vielen, dass es zu Verbrennungen an Haut und Augen führen kann.

Verschlucke mich, Erde!

Heimat von Fledermäusen

Brennendes Afrika

Feuer, Asche und Fels

Blaue Explosion

Der See, der verbrennt

Travelbeats

Travelbeats

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Der Todeskäfig

Wenn Sie finden, Schwimmen mit Haien sei nichts Besonderes mehr, dann ist die Crocosaurus Cove (Darwin, Australien) das Richtige für Sie. Hier können Sie fünfzehn Minuten lang mit einem riesigen Krokodil tauchen. Das Salzwasserkrokodil, auch Leistenkrokodil genannt, ist das größte und räuberischste Reptil der Welt. Der Tauchkäfig bietet Platz für ein bis zwei Personen. Zwölf Mal am Tag wird er abgesenkt, immer dann, wenn die Reptilien gefüttert werden und in Bewegung kommen. Wenn Ihnen das zu aufregend ist: Im Park gibt es die weltweit größte Sammlung australischer Reptilien mit über 200 Krokodilen.\n

Foto: Thierry Nava - Groupe F

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Willkommen zur Party des Sonnenkönigs

Ludwig XIV. war der König der Feiern oder – französisch ausgedrückt -der „Soirees“. Während seiner Regentschaft war das Schloss von Versailles (20 Kilometer von Paris entfernt) Schauplatz prunkvoller Feierlichkeiten. Das erste Fest, das er gab, dauerte eine ganze Woche. Beim Festival von Versailles (14. Mai bis 14. Juli) kann jeder „Bon Vivant“ die Pracht des 17. und 18. Jahrhunderts miterleben.\n

Foto: Zoey Huang

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Ein trendiger Brunch in Hogwarts

Vergessen Sie die Pubs „Die drei Besen“ und „Zum tropfenden Kessel“: Der coolste Ort für Zauberer ist jetzt das Platform 1904 in Singapur. Das Café-Restaurant ist von der Welt Harry Potters inspiriert und bietet magische Kreationen wie Pannacotta „mit schwarzer Magie“ und den Becher der drei Zauberer, einen schaumigen Cupcake mit weißen Schokoladentrüffeln.\n

Foto: jetalone via Visualhunt.com / CC BY

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Die letzten Samurai

Wenn es einen Ort gibt, an dem man die 47 Ronin und die sieben Samurai von Kurosawa versammeln kann, dann ist es Soma. In dieser Stadt in der Präfektur Fukushima ist die Pferdezucht tief verwurzelt. Rund 400 Pferde sind – mit Erlaubnis ihrer Reiter – die Protagonisten eines der ältesten Bräuche, der in dieser Region Japans noch erhalten ist und auf der Tradition der Samurai basiert. Das Festival Soma-Nomaoi findet jedes Jahr an drei Tagen im Juli statt (23. bis 25.). In der Nacht des 22. Juli fällt der Startschuss mit Eröffnungszeremonien in drei Heiligtümern: Ota, Odaka und Nakamura.\n

Foto: The Scallywags 1 / theadventurist.com

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Die längste Rallye der Welt

Die Regeln der Mongol Rally sind einfach. Erstens: Fahre ein kleines Auto mit höchstens 125 ccm. Zweitens: Du bist auf dich allein gestellt, es gibt keine Unterstützung durch die Organisation. Drittens: Spende 1000 Pfund an irgendeine gemeinnützige Organisation. Unter diesen drei Voraussetzungen startet die längste Rallye der Welt. Fast 15.000 Kilometer von Großbritannien nach Ulan-Ude in Sibirien. Hier gewinnt nicht der Erste, sondern jeder, der ankommt. Eine echte Meisterleistung, wenn man bedenkt, dass es keine Rückendeckung seitens der Organisation gibt, keine Unterstützung an der Strecke, und nicht einmal eine festgelegte Route.\n

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